"Wasser ist Leben!"


WIE DAS LEBEN SO SPIELT

Durch mehr als glückliche Umstände haben wir von einer jungen Dame namens Spinika erfahren.

Sie hat die gleiche Behinderung wie meine 27-jährige Tochter. In dem Moment wurde dieses Vorhaben zur Herzensangelegenheit

und uns war damit klar, dass wir diesem Mädchen und ihrer Familie unter die Arme greifen müssen.
Ihr Bruder berichtete uns von den Umständen im Dorf und bat unseren Verein um Hilfe.

 

DER ERSTE BESUCH

Mitte Oktober reiste ich gemeinsam mit meiner Tochter ins kenianische Hochland.
Es war eine weite und beschwerliche Reise, die sich aber mehr als gelohnt hat.
Vor Ort konnten wir uns ein Bild von der Situation machen und wieder einmal mehr wurde mir bewusst, wie dankbar wir sein müssen,

hier in Europa leben zu dürfen. Während meine Tochter jegliche Unterstützung vom Staat und den Versicherungen bekommt,

haben Spinika und ihre Familie gar nichts. So hart es auch klingen mag, aber Behinderte haben keine Bedeutung in Kenia.

Oft werden sie versteckt und vom sozialen Umfeld ausgeschlossen. Es gibt keine Tagesstätten, keine Betreuungsmöglichkeiten und so ist Spinika immer zu Hause bei ihrer Familie, die sich zwar liebevoll um sie kümmert, aber sonst keine Unterstützung erhält.

Jedoch wären soziale Kontakte außerhalb der Familie für ihre persönliche Entwicklung sehr wichtig.

 

DIE HARTE REALITÄT
Spinikas Familie ist arm. Sie können sich kein Inkontinenzmaterial leisten. Jeder kann sich denken, was das für die Familie bedeutet.

Man ist den ganzen Tag mit Waschen beschäftigt – mit Spinika und ihrer Wäsche. Alleine dieser Fakt ist schon eine große Belastung für die Familie. Dazu kommt das große Problem, welches das ganze Dorf betrifft, dass es kein Wasser in Nyangoge gibt, von Trinkwasser ganz zu schweigen.
Um der oft großen Hitze zu entgehen, macht sich Spinikas Mutter mit den anderen Frauen und Mädchen des Dorfes Nyangoge auf den Weg zu einer weit entfernten Wasserstelle. Die Strecke ist lang und führt quer durch ein sehr unwegsames Gelände.
Selbst die beiden Schulen des Dorfes haben kein Wasser. Und so müssen sich die älteren Schülerinnen und Schüler vor Schulbeginn um das Wasser kümmern – ein unglaublicher Zustand! Genau das sind die beiden Problematiken mit denen sich unser Projekt beschäftigt.

 

UNSERE ZIELE
Zum einen möchten wir der Familie von Spinika das Leben etwas leichter machen und zum anderen aber auch der ganzen Dorfgemeinschaft

helfen und einen Brunnen an einer zentralen, für alle leicht erreichbaren, Stelle im Dorf bauen lassen.
Dieser Brunnen wird die Lebensqualität aller entscheidend verbessern.
Die Frauen könnten leichter ihre kleinen Felder bewässern, mehr Gemüse anbauen und auf dem regionalen Markt verkaufen.

Es würde weniger Erkrankungen geben, denn das jetzige Wasser ist weit von adäquater Trinkwasserqualität entfernt.
Wir hatten das große Glück, Mitglieder der Distriktregierung zu treffen, um mit ihnen über unser Vorhaben zu sprechen.

Sie sagten uns jegliche notwendige Unterstützung seitens der Behörden zu.


Auch kamen wir überein, dass wir die Dorfbewohner für die Menschen mit Behinderung in der Region sensibilisieren wollen.

Sie sollen wissen, dass beeinträchtigte Menschen genau so zur Gemeinschaft dazugehören wie jeder andere auch.
Aus diesem Grund wird der Brunnen auch den Namen „Spinika-Brunnen“ tragen, damit sich jeder beim Wasserholen erinnert,

wem sie diesen Brunnen und die damit so viel höhere Lebensqualität zu verdanken haben.
Seit unserer Rückkehr aus Kenia habe ich bereits vielen Menschen die Geschichte von Spinika und dem Wasserproblem im Dorf Nyangoge erzählt, aber es sind bei Weitem noch lange nicht genug.

Wir möchten hier in Österreich den Menschen die Augen öffnen und ihnen mit diesem Projekt bewusst machen, wie gedankenlos wir zu oft mit der wertvollen Ressource Wasser umgehen weil es für uns alle ein selbstverständlicher Luxus ist.

So haben wir einige Aktionen geplant um viele Menschen zu erreichen!